- eine Hommage an DIE ZEIT -
..., meine liebstgewonnene deutsche ZEITung, und der
1. Grund Deutschland zu vermissen (ich weiß, heute kann man die ZEIT überall und jederzeit lesen, doch nichts geht über die gedruckten Seiten in diesem unmöglichen Format, an das man sich doch so schnell gewöhnt.)1. Grund Brasilien zu lieben:
Diese Idee kommt mir bei der Lektüre des (natürlich importierten) ZEIT-Magazins auf meinem Balkon, Ende November, mit Blick auf den Zuckerhut, das Meer und die ausgebreiteten Arme des Cristo Redentor...
2. Grund Brasilien zu lieben:
Beinahe hätte ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich dabei Mango und Papaya esse, beide so süß, dass sie wie Schokolade auf der Zunge zerschmelzen!
Diese Idee kommt mir bei der Lektüre des (natürlich importierten) ZEIT-Magazins auf meinem Balkon, Ende November, mit Blick auf den Zuckerhut, das Meer und die ausgebreiteten Arme des Cristo Redentor...
2. Grund Brasilien zu lieben:
Beinahe hätte ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich dabei Mango und Papaya esse, beide so süß, dass sie wie Schokolade auf der Zunge zerschmelzen!
2. Grund Deutschland zu vermissen: Saure Äpfel. Äpfel müssen einfach sauer sein. Hier schmelzen sie auch eher auf der Zunge... Außerdem: Haribo, die einzig wahren Gummibärchen, und gute Schokolade!
3. Grund Deutschland zu vermissen: ...und gutes, sauberes Wasser, direkt aus der Leitung.
3. Grund Brasilien zu lieben:
Wenn schon kein Leitungswasser, dann zumindest Wasserleitung: ein kurzer Anruf und 5 Minuten später steht ein 20-Liter-Kanister Wasser in meiner Küche.
4. Grund Brasilien zu lieben:
Am Wochenende auf das Naturparadies Ilha Grande fahren, mit Bambusstöckchen romantische Nachrichten in den Sand schreiben und per Foto dem Liebsten in die Ferne senden.
Wenn schon kein Leitungswasser, dann zumindest Wasserleitung: ein kurzer Anruf und 5 Minuten später steht ein 20-Liter-Kanister Wasser in meiner Küche.
Am Wochenende auf das Naturparadies Ilha Grande fahren, mit Bambusstöckchen romantische Nachrichten in den Sand schreiben und per Foto dem Liebsten in die Ferne senden.
4. Grund Deutschland zu vermissen: Das Foto in die Ferne würde ich lieber weglassen...
5. Grund Deutschland zu vermissen: Ebenso könnte ich auf die Millionen von Mücken und Ameisen verzichten. Letztere bevölkern Küche und Bad jeden brasilianischen Haushalts und formieren sich überall dort, wo etwas Zuckerhaltiges abfällt.
All die zuckerhaltigen Torten, Törtchen und Teilchen, aus Kondensmilch, Obst, Zimt, Vanille, Schoko, Keksen... (zum Beispiel 'brigadeiro', Kondensmilch-Kakao-Kügelchen, ummantelt mit Schokostreuseln; 'sonho' (Traum - wahrhaftig!), eine Art Berliner, gefüllt mit Kondensmilch oder Vanillecreme; Bananen-, Ananas-, Kokos- etc.-Kuchen)
Nicht zu vergessen, wenn wir schon mal (wieder) beim Essen sind: 'goiabada com queijo', Guavengelee mit Käse, am besten leicht geschmolzen auf Brot; 'pao de queijo', kleine Brötchen mit Käse im Teig; oder einfach das klassische brasilianische Mittagessen, Reis mit Bohnen, Salat und Fleisch.
6. Grund Deutschland zu vermissen: Richtiges Brot, dunkel und mit Körnern, mit richtigem (in dem Fall auch nicht deutschem, sondern französischem oder Schweizer) Käse.
6. Grund Brasilien zu lieben:
Im Mundo Verde (Grüne Welt) immer noch billiger Öko-Essen (sogar eine Art Körnerbrot) einkaufen als beim deutschen Discounter die Hausmarke - ja!
Im Mundo Verde (Grüne Welt) immer noch billiger Öko-Essen (sogar eine Art Körnerbrot) einkaufen als beim deutschen Discounter die Hausmarke - ja!
7. Grund Brasilien zu lieben:
Dieses Land hat nicht nur grüne Geschäfte, es ist selbst eine 'mundo verde', ein grünes Paradies. Selbst Rio de Janeiro ist überall durchbrochen von grünen Hügeln, und vielleicht die einzige Großstadt, die einen Nationalpark beherbergt.
Dieses Land hat nicht nur grüne Geschäfte, es ist selbst eine 'mundo verde', ein grünes Paradies. Selbst Rio de Janeiro ist überall durchbrochen von grünen Hügeln, und vielleicht die einzige Großstadt, die einen Nationalpark beherbergt.
7. Grund Deutschland zu vermissen: Wo uns die wilde Natur Südamerikas fehlt, haben wir die lebendige Geschichte Europas: Römerreste, mittelalterliche Gassen und gotische Gebäude bilden die Kulissen unserer Gegenwart, der 759 Jahre alte Kölner Dom das Herz meiner Heimat.
8. Grund Deutschland zu vermissen: Gerade zu dieser Zeit die Weihnachtsmärkte, mit Glühwein und gebrannten Mandeln!
9. Grund Deutschland zu vermissen: Mit den Gedanken im Winter: ein warmes Bad und heiße Schokolade...
8. Grund Brasilien zu lieben:
Wieder zurück im brasilianisches Sommer: schaukeln in der Hängematte mit Blick in den blauen Himmel.
Wieder zurück im brasilianisches Sommer: schaukeln in der Hängematte mit Blick in den blauen Himmel.
9. Grund Brasilien zu lieben:
Für 12 Reais (ca. 4,50 Euro) Finger und Füße in die Hände der Maniküristin seines Vertrauens legen und dabei die Probleme dieses Landes diskutieren.
10. Grund Brasilien zu lieben:
Música Popular do Brasil! Sambaparties mit ganzen Orchestern für 12 Reais, Konzerte nationaler Stars und Sternchen für 20 oder 30.
Für 12 Reais (ca. 4,50 Euro) Finger und Füße in die Hände der Maniküristin seines Vertrauens legen und dabei die Probleme dieses Landes diskutieren.
10. Grund Brasilien zu lieben:
Música Popular do Brasil! Sambaparties mit ganzen Orchestern für 12 Reais, Konzerte nationaler Stars und Sternchen für 20 oder 30.
10. Grund Deutschland zu vermissen: Das Wichtigste zum Schluss: Sicherheit. Alleine rausgehen können, wann immer und wohin man möchte; und daraus folgt direkt der
11. Grund Deutschland zu vermissen: Angstfreiheit und Vertrauen in die Mitmenschen. Oder, zumindest, kein grundsätzliches Misstrauen.
11. Grund Brasilien zu lieben:
Die, trotz des besagten Misstrauens, (überwiegend) kommunikationsfreudigen und herzlichen Brasilianer, die jeden mit offenen Armen empfangen und in ihrem von der Natur so gesegneten, von der Politik so geschundenen Land willkommen heißen.
Die, trotz des besagten Misstrauens, (überwiegend) kommunikationsfreudigen und herzlichen Brasilianer, die jeden mit offenen Armen empfangen und in ihrem von der Natur so gesegneten, von der Politik so geschundenen Land willkommen heißen.
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